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Bilder unter freier Lizenz nutzen – weit verbreitete Fehler und wie man sie vermeidet

von Jöran Muuß-Merholz auf www.open-educational-resources.de – Transferstelle für OER. 

Urheberrechtsverletzungen bei freien Lizenzen?

Die Nutzung von Bildern unter freier Lizenz sind eine beliebte Möglichkeit für Prä­sen­ta­ti­on­en und Websites. Sie ermöglichen eine kosten­lose und einfache Nut­zung von Fotos und Grafiken, die sich mit dem Ur­heber­recht verträgt. Allerdings: „Unter freier Lizenz“ be­deutet nicht „lizenzfrei“ – im Gegen­teil. Was viele nicht wissen: Wer bei der Nutzung nicht alle Vor­gaben der Lizenz einhält, der begeht einen Urheber­rechts­ver­stoß. Das Vi­deo er­läutert die Auf­lagen anhand einer Checkliste mit 10 Punkten. Auch das Recht am eigenen Bild wird dabei be­rücksichtigt.

Video „Bilder unter freier Lizenz nutzen – weit verbreitete Fehler und wie man sie vermeidet“ von Blanche Fabri, Melanie Kolkmann, Tessa Moje, Jöran Muuß-Merholz für open-educational-resources.de – Transferstelle für OER.       Lizenz: Creative Commons Attribution 4.0 International.

Update 8.12.2014

Das Video ist beim VWA-Wettbewerb „Videos für Wikipedia“ als bestes Video in der Kategorie „Animation“ ausgezeichnet worden. Mehr dazu …

Checkliste

Die folgende Checkliste gibt es auch zum Download: .odt / .pdf.

  1. Man prüfe, auf welchen Inhalt genau sich die Lizenz erstreckt! Z.B. sind an vielen Stellen im Web Texte neben Bildern vorhanden – und auf getrennte Elemente besteht je ein gesondertes Urheberrecht.
  2. Man prüfe, ob man die einzelnen Vorgaben der Lizenz einhält! Diese stehen im jeweiligen Lizenztext, der immer verlinkt sein sollte. Neben der Namensnennung können das Auflagen wie „nicht-kommerziell“, „Weitergabe unter gleichen Be­dingungen“ oder „keine Bearbeitung“ sein.
  3. Man nenne den Namen des Urhebers! Die Namensnennung muss so erfolgen, wie der Urheber das vorgibt, also z.B. auch mit Pseudonym oder Organisation.
  4. Man gebe einen Hinweis auf die Lizenz!
  5. Dazu gehört auch: Man muss einen Link zum Lizenztext beifügen.
  6. Man vergesse nicht, den Titel des Werks zu nennen! Das gilt natürlich nur, wenn ein Titel angegeben ist, wobei strittig ist, ob z.B. „IMG_6464.jpg“ überhaupt ein Titel ist.
    (Diese Auflage entfällt bei Werken, die nach der neuesten Lizenzversion 4.0 freigegeben werden.)
  7. Man darf die Lizenzangaben nicht verstecken. Es gibt allerdings keine genaue Vor­gabe, wo exakt der Hinweis platziert sein muss. Am besten ist es, wenn der Hinweis direkt am Bild zu finden ist. Auf jeden Fall muss der Hinweis ohne große Mühe zu finden und eindeutig dem Werk zuzuordnen sein.
  8. Man kennzeichne Abwandlungen! Das bedeutet: Wer einen Inhalt verändert, muss das deutlich machen.
  9. Jetzt noch ein Hinweis, der gar nicht direkt mit der Li­zenz zu tun hat – aber der Lizenz wegen sehr häufig übersehen wird: Man vergesse nicht, auf Per­sön­lich­keits­rech­e und Daten­schutz zu achten! Denn eine freie Lizenz regelt nur das Recht des Ur­hebers, also z.B. des Fotografen. Das Recht der ab­ge­bildeten Per­sonen ist davon voll­kommen un­berührt.
  10. Als Zugabe haben wir noch eine Sache, die gar kein MUSS ist – aber sehr hilfreich: Man setze einen Link zur Fundstelle.
Creative Commons Lizenzvertrag BY 4.0 Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0).
Autor ist Jöran Muuß-Merholz auf www.open-educational-resources.de – Transferstelle für OER. 
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